Nachdem sich die Comic Serie aus dem Hause Carlsen schon grosser Beliebtheit erfreut hat, folgt nun aus dem Hause UBISOFT ein
Cel-Shading Ego Shooter.
Wer bin ich? Warum verfolgt man mich?
zum Szenario:
Wie schon erwaehnt basiert das Szenario auf der Comicserie XIII der beiden Autoren Vance und van Hamme.
Ein Mann auf der Suche nach seiner Vergangenheit. Er hat alles verloren - seinen Namen, seine Erinnerung und seine Freunde. Nur
seine Feinde sind ihm geblieben. Und die jagen ihn gnadenlos!
XIII, der Name entstammt der Taetowierung auf seinem Arm, erwacht am Strand, ohne Erinnerung, doch auch wenn er ganz kurzfristig
Hilfe einer schoenen Frau erhaelt, wird er sofort gejagt. Und seine Jaeger haben es in sich, FBI, CIA und allerlei andere
Geheimagenten und Gangster moechten ihn ausser Gefecht setzen, denn er soll den amerikanischen Praesidenten William Sheridan ermordet haben. Obwohl
noch nicht wieder richtig auf den Beinen muss er herausfinden, ob er Opfer eines komplottes ist, oder der tatsaechliche Taeter.
Verzweifelt versucht er seiner Vergangenheit und seiner Erinnerung auf die Spur zu kommen...
Das Spiel hebt sich durch die einzigartige Comicgrafik aus der Masse der FPS ab.
Technik:
Die Suche nach der eigenen Identität führt den Spieler an die unterschiedlichsten Schauplätze - so ist man unter anderem in einem Bankgebäude, einer Eislandschaft, einem Irrenhaus, den Straßen von New York und sogar in einem U-Boot unterwegs. Die einzelnen Level haben dabei unterschiedliche Missionsaufgaben: Mal muss man einfach nur unerkannt fliehen, ein anderes Mal soll man eine vermeintliche Freundin sicher eskortieren oder bestimmte Gegenstände ausfindig machen.
Die Comic-Grafik bringt natürlich zahlreiche Besonderheiten mit sich; so leuchtet etwa über Gegnern, die den Spieler entdeckt haben, ein Ausrufe- oder Fragezeichen auf. Versteckt man sich hingegen hinter Regalen, kann man trotzdem sehen, was dahinter vorgeht - die immer näher kommenden "TapTapTap"-Zeichen warnen einen vor der ankommenden Gefahr. Zu Boden gehende Kontrahenten verabschieden sich stellenweise stilecht dann auch mit einem großen "Arrgghhh"-Schriftzug.
Auf eine sehr gute deutsche Sprachausgabe und stimmungsvolle Sounduntermalung muss natürlich trotzdem nicht verzichtet werden. Auch wenn die Texturen teilweise auf Grund des Comic-Stils etwas detailarm wirken, kann man sich über mangelnde Effekte also nicht beklagen.
Mal abgesehen von der schicken Optik ist XIII allerdings über weite Strecken ein recht typischer Ego-Shooter; man besitzt ein recht großes Arsenal an Waffen und kann seine Gegner unter anderem mit Pistolen, Maschinen- und Scharfschützengewehr, aber auch mit Granaten, einer Mini-Armbrust oder sogar einem Raketenwerfer gegenübertreten. Bekommt man in einer Mission die Aufgabe gestellt, keinen der Kontrahenten umzubringen - etwa, da es sich um Wachpersonal oder FBI-Mitarbeiter handelt - erfüllt auch ein gut platzierter Schlag mit einem Stuhl oder Aschenbecher seinen Zweck.
Zudem lassen sich Personen als Geisel und menschliches Schutzschild nehmen, um so relativ gefahrlos auch an größeren Ansammlungen von Polizisten vorbeizukommen. Der Rätselanteil ist relativ gering, nur selten müssen typische Schalter-Aufgaben bewältigt werden.
Auch wenn mehrere Schwierigkeitsgrade geboten werden, ist XIII nicht unbedingt einfach. Das liegt einerseits daran, dass die Gegner immer mehrere Treffer verkraften; nur mit gut platzierten Kopfschüssen verkürzen sich die Gefechte. Zudem ist aber auch die Speicherfunktion nicht gerade glücklich. Einen echten Quicksave gibt es nicht, stattdessen beginnt man nach dem virtuellen Ableben immer wieder am letzten Checkpoint - und der liegt im ungünstigsten Fall einige Zeit zurück, so dass man sich die Zwischensequenzen und viele Orte mehrmals ansehen darf.
Multiplayer:
XIII kann im Multiplayer Modus mit bis zu 4 Gegnern gespielt werden. Es existieren die Modi Deathmatch, Team Deathmatch, Capture the Flag und Power Up. Die Spielkarten sind sehr durchdacht und machen lange Freude. Am interessantesten ist die Netzwerk Option, in der bis zu 8 Spieler gegeneinander antreten koennen, ein Spieler dient dabei als Host-Rechner.
meine Meinung:
XIII bringt den Flair des Comics sehr gut rueber, auch wenn das Spiel auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad schon verdammt
haarig ist. Dass man die Zwischensequenzen nicht einfach ueberspringen kann, nervt ein wenig, weil man am Anfang halt oft stirbt. Wenn man jedoch geuebter wird, erledigt sich das Problem von selbst. Die Umsetzung des Comics XIII als Ego-Shooter ist allerdings gut gelungen und man bekommt Lust, die Comics wieder in die Hand zu nehmen. Leider hat in Deutschland die Comicserie XIII nicht den selben Bekanntheitsgrad wie im franko-belgischen Raum. Alles in Allem, Daumen hoch fuer diese Umsetzung.
Plattform:
Playstation 2 (auch auf PC, Gamecube und XBOX)
Vertrieb:
UBISOFT